[Amtlicher Beitrag] Neue Brücken zwischen Hirschau und Kingersheim bauen
Am vergangenen Wochenende besuchte eine kleine Delegation aus Hirschau unsere französische Partnergemeinde Kingersheim. Anlass war die Veranstaltung „Kingersheim en fete et engagee“, bei der sich zahlreiche Vereine und Organisationen aus Kingersheim der Bevölkerung präsentierten. Mit dabei waren Ortsvorsteher Norbert Schnitzler mit seiner Partnerin Irina Nebeliuk, Ulrich Latus, OV a.D. und seine Ehefrau Karin Latus, sowie die Ortschaftsrätinnen Barbara Göger und Miriam Fecker. Ulrich Latus hatte als früherer Ortsvorsteher die Partnerschaft mit Kingersheim über viele Jahre begleitet und geprägt. Ebenfalls dem Aufruf im Mitteilungsblatt gefolgt war Bernd Köhler.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand dieses Mal ganz bewusst die Begegnung der Vereine. Die Hirschauer Delegation nutzte die Veranstaltung, um den jeweiligen Kingersheimer Vereinen ihre entsprechenden Vereine und Organisationen in Hirschau vorzustellen und Kontaktdaten weiterzugeben. Ziel ist es, direkte Verbindungen entstehen zu lassen und so den Austausch zwischen den Vereinen beider Orte wieder stärker in Gang zu bringen. Zwischen Hirschau und Kingersheim bestehen seit vielen Jahren Brücken. Manche dieser Verbindungen sind über die Jahre jedoch etwas „marode“ geworden. Umso wichtiger ist es, diese Brücken wieder zu stärken und gleichzeitig neue zu bauen – gerade auch zwischen den Vereinen, Organisationen und den Menschen in beiden Gemeinden.

Denn letztlich sind Ortschaftsrat, Vereine und Organisationen nicht der eigentliche Zweck einer Partnerschaft. Sie schaffen vielmehr den Rahmen für das, worauf es wirklich ankommt: persönliche Begegnungen zwischen Menschen, gegenseitigen Austausch und Verständnis füreinander. Aus institutionellen Kontakten sollen persönliche Kontakte und im besten Fall Freundschaften entstehen. Gerade darin liegt auch heute die besondere Bedeutung einer deutsch-französischen Partnerschaft. Was auf europäischer Ebene oft abstrakt erscheint, wird durch Begegnungen vor Ort ganz konkret und persönlich. Wenn Menschen über Grenzen hinweg miteinander ins Gespräch kommen, sich kennenlernen und Freundschaften entstehen, wächst gegenseitiges Verständnis. So können auch Hirschau und Kingersheim mit ihrer Partnerschaft im Kleinen ein Zeichen für ein gemeinsames, friedliches und lebendiges Europa setzen.

Am Sonntagmorgen fand der Besuch bei einem gemeinsamen Frühstück mit Kingersheims Bürgermeister Laurent Riche einen schönen Abschluss. Dabei gab es nochmals Gelegenheit für persönliche Gespräche, bevor sich die Hirschauer Delegation auf den Heimweg machte. Der Besuch hat gezeigt: Die Verbindung zwischen Hirschau und Kingersheim lebt – aber sie lebt vor allem dann, wenn Menschen sie mit Leben füllen. Die ersten neuen Brücken sind gebaut. Nun hoffen wir, dass viele Vereine und Menschen auf beiden Seiten darüber gehen.
Fotos: Karin Latus und Norbert Schnitzler

